Thelocarpon prasinellum Nyl.

  • Region

    Europe

  • Country

    Slovakia

  • State/Province

    Bratislava

  • Locality

    Hungaria (Com. Posoniensis): in St. Georgio.

  • Location Notes

    [Europe]

  • Distribution

    Map all specimens of this taxon

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373. Thelocarpon prasinellum.
Nyl. ia Flora (1881), pag. 451 et (1885)» pag. 45; Hue, Addend. Lici
(1886), pag. 267; Sydow, Flecht. Deutschi. (1887), Pag* 140J Rehm in Hedwigia, XXX
(1891), pag. 5; Am., Lich.-Flora München (1891), pag. 124 et Verh. zool.-bot. Ges,
Wien, XLVI (1896), Abh., pag. 141.
Verrucae thallinae numerosae, gregariae, subdepresso-globulosae, 0*2—0*25 mm,
latae, flavovifescentes, pstiolo obscuriore, opacae, K—-, CaCl—, gonidia copiose conti-
nentes, gonidiis globösis, laete viridibus, glomeratis, 15—20 [4, in diam.; apothecia glo-
bosa, in verrucis thallinis sölitaria, 018—0 2 mm. in diam., perithecio hyalino, para-
physitras gracilibus, flexuosis, dich^tome vel subdichotome ramosis, ascis brevioribus,
ascis numerosis in juventute subcylmdric(>K)bclavatis, demum obrapiformibus, apice ob-
tusiusculis, 160—180 longis et 26—50 ¡.i latis, nayriosporis; spöris hyalinis, simplicibus,
subglobosis vel ovalibus, 2—3*5 ft longis et 1*9—3 p «rassis, globulos oleosos minutos
1—4 irregulariter dispositos contidit?atibus. Asci et gelatina &ymen. J. fulvo-rubescentes.
Hungaria (Com. Posoniensis): ad tigna abietina in St. Georgio
leg. A. Zali 1 bruckner.
Ich hatte Gelegenheit, die Flechte an ihrem natürlichen Standorte zu beobachten,
und es erscheint mir nicht uninteressant, meine Erfahrungen über ihr Auftreten mitzu-
theilen. Ich sah die ersten Exemplare an den von mir schon früher in Bezug auf ihre
Flechtenvegetation durchsuchten Brettern gegen Ende September 1896. Ich kann es
als sicher annehmen, dass die Flechte dort damals zum ersten Male aufträt, tind dass ich
sie früher nicht übersah. Es fällt das erste Auftreten in den Herbst jenes regenreichen
Jahres, welches auch in den sonst um diese Jahreszeit eher trockenen Berg wäldern der
Kleinen Karpathen wie vielfach auch anderwärts — einen ungemeinen Reichthum
an höheren Pilzen, namentlich Hymenomyceten her vor brachte. Seit dieser Zeit gedieh
die Flechte vortrefflich, und ich sammelte sie im Mai 1897 in ihrer reichsten Entwick-
lungsperiode für diese Exsiccaten. Als ich im September desselben Jahres neuerdings den
Standort besuchte, fiel es mir auf, dass die übriggebliebetien Exemplare stark zurückge-
gangen und dass ich an Stelle der zahlreichen zu Gruppen vereinigten Lager wärzchen
deren nur höchst vereinzelte fand. Mit Ende October war die Flechte gänzlich verschwun-
den und ist seitdem nicht neuerdings aufgetreten. Diese, soviel mir bekannt, bisher nicht
beobachtete Kurzlebigkeit dieser Thelocarpon-Art ist gewiss von Interesse. Es stimmt
Thelocarpon prasinellum (ob auch die übrigen Thelocarpon-ArtenT) in dieser Hinsicht
wenig mit den übrigen Flechten überein; die kurze Lebensdauer ist im Allgemeinen
das biologische Merkmal der Pilze, namentlich dasjenige vieler Discomyceten. Rehm
a. o. O. bringt die Gattung Thelocarpon bei den Pyrenomyceten unter, da nach seiner
Auffassung ein ThaJlus fehlt und das Vorhandensein der Gonidien ein nur zufälliges ist.
Mit dieser Ansicht kann ich mich nicht einverstanden erklären; ich sehe in dem Lager-
wärzchen einen vollkommenen und geschlossenen, wenn auch quantitativ reducirten
Thallus. In der vorliegenden Art sind um das Apothecium innerhalb des Lagerwärz-
chens Gonidien reichlich vorhanden; sie bilden eine Zone, welche mit Ausnahme des
Ostiolums die Apothecien allseitig umfasst. Aehnlich verhält sich Thelocarpon epi-
bolum (Lojka, Lichth. Univ., nr. 198), superellum, Laureri und vicinellum. Es muss
daher Thelocarpon bei den Flechten verbleiben. Hier,mag sie allerdings einen phylo-
genetisch jüngeren Typus darstellen, der in manchen Beziehungen, so Kurzlebigkeit
und gelegentliches Fehlen der Gonidien, noch die biologischen Eigenschaften der Pilze
erkennen lässt.
Das Oeffnen der Schläuche erfolgt bei Thelocarpon prasinellum derart, dass sich,
an der Spitze beginnend, ein Riss in den Schlauch bildet, welcher etwa ein Drittel der
Schlauchlänge umfasst.
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